Donnerstag, 6. März 2014

"Tue an mir ein Zeichen zum Guten"

Dieser Vers aus Psalm 86 hat Geschichte geschrieben. Sind es doch die Worte, die, am 06. März 1198, einem Freitag, im Zisterzienserinnenkloster Ichtershausen vernommen, Herzog Philipp von Schwaben dazu bewogen haben, seine Wahl zum deutschen König anzunehmen. "Tue an mir ein Zeichen zum Guten" - im gegebenen Kontext bekommt dieser Satz, der 8 Jahre später rückblickend dem Papst geschildert wurde, die ganz persönliche Note einer gelebten und erfahrenen Gottesbeziehung, welche dazu ermutigte, eine Entscheidung zu treffen und zu leben, begleitet von betenden Menschen und umgeben von einem Raum, der dazu angetan war, den Menschen Philipp in seiner Befindlichkeit für eben diese Dimension des Daseins zu öffnen. Dies ist die passive Komponente, in der Klöster Geschichte schreiben oder durch ihre schweigende, Gott zugewandte, Präsenz den Gang der Geschichte beeinflusst haben und sicher auch heute beeinflussen können.

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